FH Düsseldorf Neubau Techn. Fachbereiche

 

Die bestehende Fachhochschule war durch ein Seminar- und Laborgebäude und ein Hörsaalzentrum zu erweitern.

Der Neubau beherbergt die Fachbereiche Mikrotechnologien, Maschinenbau und Medien. Realisiert wurden hochspezialisierte Laborbereiche (u.a. Reinräume für die Mikrochipproduktion, Raum-in-Raumkonstruktionen für digitale Studioräume und Akustikabore, Meßtechniklabore für chemische und physikalische Forschung).

Der fünfgeschossige Gebäuderiegel bildet einen markanten Abschluß der Fachhochschule zum stark befahrenen Flughafenzubringer "Kennedydamm". Alle Erschließungsflächen orientieren sich zur Straße, während die Arbeitsräume sich dem ruhigeren Innenbereich des Gebäudeensembles zu wenden.

Der Eingangsbereich wurde um ein offenes, kommunikatives Atrium entwickelt. Die Flächen werden für Präsentationen der Fachbereiche genutzt. Die einfache Grundstruktur des Gebäudes gewährt eine leichte Orientierbarkeit. Die Labore, Seminar- und Büroräume werden von einer hellen, in weiten Bereichen raumhoch verglasten Flurzone erschlossen.

Die äußere Gestalt interpretiert durch die Verwendung präziser Metallpaneelelemente und minimierte, bündig verarbeitete Stahl-Glasfassaden den technischen Habitus des Gebäudes.

Im Ausbau wurden im Wesentlichen einfache, robuste Materialien verwendet: Sichtbeton, Holz, Linoleum und Estrichböden, Stahl. Die konstruktiven Elemente werden nicht verborgen, sondern zeigen als gestaltete Details ihre Funktion.

Während der Planungszeit geänderte Nutzungsprofile machten eine baubegleitende Umplanung erforderlich. Insgesamt wurde der Neubau technisch höherwertiger als ursprünglich vorgesehen ausgestattet. Die Ausführung des Hörsaales wurde bisher nicht realisiert.

 

Projektdaten

 

Ort
Düsseldorf, Georg-Glock-Straße 15
Bauherr
Land Nordrhein-Westfalen
vertreten durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) Düsseldorf
Wettbewerb
1. Preis Jörn Warnebier
Architekten
Bartelt I Trummer I Warnebier Architekten
Architekten Köln
Bartelt I Brüchner-Hüttemann I van Ooyen I Warnebier
Projektarchitekt
Jörn Warnebier
Bauleitung
Bartelt I Trummer I Warnebier Architekten
mit Ing.büro Herbert Höne, Aachen
Auftragsumfang
Leistungsphasen 2 - 9 HOAI
Baukosten
Technische Fachbereiche 14,2 Mio Euro
Hörsaal (nicht realisiert) 5,0 Mio Euro
Bauvolumen
Technische Fachbereiche 3.900 qm Nutzfläche
Hörsaal (nicht realisiert) 800 qm Nutzfläche
Fotos
Klemens Ortmeyer
Kay Röhlen
Jörn Warnebier