"Julius sein Schuppen"

In dem großen Garten eines Anwesens, das aus alten „bäuerlichen“ Fachwerkhäusern und modernen baulichen Ergänzungen besteht, möchte der Eigentümer ein Bauwerk, das verschiedene Nutzungen beinhalten soll, errichten:

Orangerie für den winterlichen Schutz von großen Topfpflanzen
Winterlager für die großen Sonnenschirme
Werkstatt für die Motorradantiquität
Abstellfläche für Gartengeräte
ein Kaminholzlager...

 

Architektonische Überlegungen:

 

Der Schuppen sollte aller Profanität zum Trotz Teil des "Hofensembles" sein.
Der Archetypus "Haus" in reiner Form: vier Wände, ein Dach, Fenster, Türen
Verzinkte kleinteilige schuppenartige Metallschindeln bekleiden homogen Wände und Dächer. Der "Schuppen mit Schuppen" ist eine Referenz an den Baustil im Bergischen Land. Hier wurden Schieferschindeln als Wetterschutz der Fasaden verwendet.
Die Verwitterung der Zinkschindeln führt zu einer schönen Patina passend zum Fachwerk des Bestandes. Vielleicht verwendet man Schindeln mit einem Prägedruck, das hat etwas Altertümliches, das im Kontrast zur modernen Bauweise steht.

 

Konstruktive Überlegungen:

 

Wie bauen ohne den Garten zu arg zu verwüsten?
Möglichst sparsame Erdarbeiten, ein "schwebendes" Haus. Die Bodensenke bleibt, der Schuppen wird auf Pfähle gegründet.
Eine leichte Konstruktion aus Holz oder Stahl, verkleidet mit Holzplatten, innen sichtbar, aussen mit den Schindeln verkleidet.
Die Bauteile sollten mit sparsamem Geräteeinsatz an den Ort gebracht werden können.

 

Funktionale Überlegungen:

 

Der Schuppen wird von der Gartenseite erschlossen.
Zwei verglaste Schiebetüren dienen als Zugang. An der Ostseite ist das Holzlager.
Eine auf Schienen gelagerte Gitterrostebene überbrückt das Gefälle und dient als minmierte Zugangsplattform, darunter bleibt es grün.

 

Projektdaten

 

Projekt
2011
Bauherr
privat
Bauvolumen
56 qm BGF
Leistungen
LPH 1-9 HOAI (n. nicht realisiert)